Wie ich mit Menschen in Übergangsphasen arbeite

Zu mir kommen Menschen, bei denen etwas ins Stocken geraten ist. Das muss kein großer Bruch sein wie ein Jobwechsel oder der Eintritt in den Ruhestand. Oft sind es überschaubare, aber hartnäckige Fragen:

  • Etwas passt nicht mehr richtig.
  • Im Unternehmen geht es nicht voran.
  • Die Rahmenbedingungen haben sich verändert.
  • Die Arbeit fühlt sich nicht mehr stimmig an.
  • Es kommen zu wenige Kunden – oder die falschen.
  • Oder es ist einfach zu viel geworden.

Was all diese Situationen gemeinsam haben: Man merkt, dass die bisherigen Antworten nicht mehr tragen.

Der Einstieg: eine Außenperspektive

Deshalb beginnt die Zusammenarbeit bei mir nicht mit einem Coachingprozess und nicht mit Maßnahmen, sondern mit einer Bestandsaufnahme. In der Regel startet das mit dem „ChancenReport 45+“. Der Kunde erhält einen kurzen, gut strukturierten Online-Fragebogen. Keine endlosen Tests, keine Psychologisierung – sondern Fragen, die helfen, die eigene Situation zu beschreiben: beruflich, persönlich, unternehmerisch. Auf dieser Basis führen wir ein ausführliches Gespräch. Meist per Zoom, etwa 45 bis 60 Minuten – manchmal auch länger, wenn es sinnvoll ist.

Der entscheidende Punkt dabei: Ich höre nicht nur zu, sondern ordne ein. Ich stelle Fragen, die im eigenen Grübeln oft nicht mehr auftauchen. Und ich bringe eine Perspektive ein, die weder Familie noch Freunde haben können, weil sie nicht Teil des Systems sind.

Der ChancenReport: Orientierung statt Lösungspaket

Aus dem Fragebogen und dem Gespräch erstelle ich anschließend den ChancenReport. Das ist kein Maßnahmenplan und kein Versprechen. Es ist vor allem eine strukturierte Spiegelung der Situation:

  • Wo stehen Sie gerade wirklich?
  • Welche Optionen sind realistisch – und welche eher Wunschdenken?
  • Wo entstehen unnötige Reibungen?
  • Und welche nächsten Schritte sind sinnvoll, ohne sich festzulegen?

Viele erleben diesen Moment als Entlastung, weil sie sich selbst wieder klarer sehen – jenseits von Erwartungen und alten Rollenbildern.

Vertiefung – wenn es passt

Manchmal reicht diese Einordnung bereits aus. Dann wirkt sie erst einmal für sich. Wenn sich im Report jedoch zeigt, dass eine Richtung trägt, können wir tiefer einsteigen: im Coaching, in der Weiterentwicklung einer Idee oder in der Vorbereitung konkreter Schritte. Das geschieht immer freiwillig und passgenau. Kein Programm, kein Zwang, kein vorgefertigter Ablauf.

Umsetzung – wenn sie sinnvoll ist

Wenn es darum geht, etwas sichtbar zu machen, kann ich auch in der Umsetzung unterstützen. Zum Beispiel:

  • Porträts für einen neuen Auftritt
  • Ideen zur Optimierung der Website
  • ein Inhaltsverzeichnis für ein eigenes Buch
  • eine Landingpage, um eine Geschäftsidee zu testen
  • ein Video, um ein Angebot verständlich vorzustellen
  • oder die Entwicklung eines Online-Kurses – was immer sinnvoll ist

Das geschieht vor Ort – oder in konzentrierten Arbeitstagen in meinem Studio am Stadlberghof. Hier gibt es Rückzugsmöglichkeiten, Apartments, Ruhe, Zeit zum Nachdenken und gleichzeitig alles, was man braucht, um Dinge professionell umzusetzen. Man kann sich bewegen, spazieren gehen, den Kopf frei bekommen – und dann wieder konkret arbeiten.

Ein Beispiel aus der Praxis

Eine Kundin kam zu mir, Mitte fünfzig, nach einer Kündigung. Sie wusste, dass sie ihren bisherigen Job nicht mehr machen wollte – aber nicht, was stattdessen passen könnte. Wir haben zuerst ihre Situation geklärt. Dann eine Idee herausgearbeitet, die für sie wirklich Sinn ergab. Am nächsten Tag haben wir diese Idee konkret gemacht:
Angebot formuliert, eine Landingpage gebaut, erste Bilder erstellt.

Nach zwei Tagen war das Thema nicht nur gedacht, sondern umgesetzt. Und es funktioniert bis heute.

Worum es im Kern geht

Meine Arbeit folgt immer demselben Prinzip: erst verstehen – dann entscheiden – dann umsetzen. Ich helfe dabei, aus einer unklaren Situation tragfähige Optionen zu entwickeln. Und wenn es sinnvoll ist, unterstütze ich dabei, diese Optionen sichtbar zu machen – von der Visitenkarte bis zur Website, von Texten bis zu KI-gestützten Werkzeugen.

Nicht alles auf einmal.
Aber das Richtige zur richtigen Zeit.

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