Welche Flächen haben die DIN-Formate – und woher kommt das eigentlich?

Die DIN-Formate begegnen uns täglich: beim Drucken, Kopieren, Gestalten, Bauen oder Planen. Was viele nicht wissen: Hinter den scheinbar banalen Papiergrößen steckt ein sehr konsequentes, mathemisch sauberes System.

Die Flächen der DIN-A-Formate

Alle DIN-A-Formate basieren auf einem einfachen Prinzip: Jedes Format hat genau die halbe Fläche des nächstgrößeren.

DIN A6 – 105 × 148,5 mm → 0,0156 m²
DIN A5 – 148,5 × 210 mm → 0,0312 m²
DIN A4 – 210 × 297 mm → 0,0624 m²
DIN A3 – 297 × 420 mm → 0,1248 m²
DIN A2 – 420 × 594 mm → 0,2496 m²
DIN A1 – 594 × 840 mm → 0,4992 m²
DIN A0 – 840 × 1188 mm → 0,9984 m²

Rechnerisch ist DIN A0 nahezu exakt 1 Quadratmeter. Alle kleineren Formate entstehen durch wiederholtes Halbieren – immer entlang der langen Seite.

Woher kommt das DIN-Format?

Das DIN-A-System wurde Anfang des 20. Jahrhunderts in Deutschland entwickelt und 1922 als DIN 476 normiert. Die Idee dahinter war ebenso einfach wie genial:

  • konstantes Seitenverhältnis von 1 : √2
  • verlustfreies Verkleinern und Vergrößern
  • einfache Berechnung von Flächen, Papierbedarf und Druckkosten

Dieses Verhältnis sorgt dafür, dass ein Blatt beim Halbieren oder Verdoppeln immer die gleiche Proportion behält – egal ob von A0 zu A1 oder von A4 zu A5. Deshalb funktionieren Kopierer, Drucker und Layouts so reibungslos.

Wo werden die einzelnen Formate typischerweise eingesetzt?

  • A6: Postkarten, Handzettel, Einleger, kleine Infokarten
  • A5: Flyer, Broschüren, Notizhefte, Programme
  • A4: Briefe, Rechnungen, Verträge, Standarddrucksachen
  • A3: Pläne, Präsentationen, Tabellen, kleinere Plakate
  • A2: Plakate, technische Zeichnungen, Visualisierungen
  • A1: Baupläne, Entwürfe, größere Poster
  • A0: Architekturpläne, Messegrafiken, technische Übersichten

Warum das Wissen über Flächen praktisch ist

Gerade im Druck, in der Gestaltung und in der Planung hilft das Verständnis der Flächen enorm:
Papierbedarf, Druckkosten, Versand, Materialeinsatz – all das lässt sich sauber kalkulieren, wenn man weiß, dass sich mit jedem DIN-Schritt die Fläche exakt halbiert.
Kurz gesagt: Die DIN-Formate sind kein Zufall, sondern ein durchdachtes System. Und genau deshalb haben sie sich weltweit durchgesetzt.

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