KI, Energieverbrauch und unsere bewusste Entscheidung für ihren Einsatz

KI-Einsatz und Energieverbrauch

KI verbraucht Energie. Das wissen wir. Und wir nehmen das ernst.

Trotzdem – oder gerade deshalb – setzen wir auf KI als Werkzeug in Konzeption, Strukturierung, Textarbeit und Visualisierung. Nicht, weil es so bequem ist. Sondern weil es Abläufe verkürzt, Klarheit schafft, unnötige Schleifen reduziert und in vielen Projekten ganz konkret Ressourcen spart – zeitlich, organisatorisch und oft auch ökologisch. Wichtig ist uns dabei: KI ersetzt bei uns nicht Denken, Verantwortung oder Authentizität. Sie unterstützt dort, wo sie sinnvoll ist – und bleibt außen vor, wo echte Realität gebraucht wird.

KI und Energie: Was wirklich dahintersteckt

KI läuft in Rechenzentren. Rechenzentren brauchen Strom. So simpel – und so komplex – ist die Ausgangslage. Nach aktuellen Daten der Internationalen Energieagentur (IEA) lag der weltweite Stromverbrauch von Rechenzentren 2024 bei rund 415 Terawattstunden – etwa 1,5 % des globalen Stromverbrauchs. Der Anteil steigt, unter anderem durch KI-Anwendungen. Wichtig ist die Differenzierung: Der größte Energieaufwand entsteht beim Training großer KI-Modelle – also lange bevor sie im Alltag genutzt werden. Die einzelne Nutzung (eine Textanfrage, eine Strukturierung, eine Visualisierung) ist im Vergleich deutlich weniger energieintensiv. Seriöse Analysen – unter anderem von der OECD – betonen deshalb: Man muss den gesamten Kontext betrachten. Direkte Energieverbräuche und die Effekte dessen, was KI ersetzt.

Die entscheidende Frage ist nicht „KI ja oder nein“

Die ehrliche Frage lautet: Was ersetzt KI konkret – und wie aufwendig wäre der Weg ohne sie? In der Praxis erleben wir häufig:

  • mehrere Abstimmungsrunden, weil Inhalte unklar formuliert sind
  • lange Konzeptphasen ohne saubere Struktur
  • Korrekturschleifen, die sich an Details aufreiben
  • aufwändige grafische oder fotografische Umsetzungen für reine Erklärzwecke

Wenn KI hier hilft, schneller zu Klarheit zu kommen, reduziert sie Kommunikationsaufwand, Zeitbedarf auf beiden Seiten, Datenverkehr durch endlose Versionen und unnötige Produktionsschritte. Ökologisch betrachtet ist das oft kein Zusatzverbrauch, sondern eine Verschiebung hin zu effizienteren Prozessen.

Visualisierung: Zweck vor Perfektion

Ein gutes Beispiel ist Bildmaterial.

Nicht jedes erklärende Schaubild, jede Metapher oder jede Prozessdarstellung muss real fotografiert oder grafisch aufwendig gebaut werden. Fahrtwege, Setups, Nachbearbeitung, zusätzliche Termine – all das kostet ebenfalls Ressourcen.

KI-generierte Visuals helfen hier oft, Sachverhalte schnell verständlich zu machen. Nicht als Ersatz für echte Fotografie, sondern als pragmatische Lösung dort, wo es um Erklärung geht – nicht um Authentizität.

Wo KI für uns bewusst endet

So klar wir KI einsetzen, so klar setzen wir auch Grenzen. Echte Menschen, echte Unternehmen, echte Projekte brauchen echte Bilder und echtes Video. Porträts, Teams, Arbeitsprozesse, Stimmungen, Vertrauen – das entsteht nicht künstlich. Hier arbeiten wir bewusst real, vor Ort, mit Kamera und Gespräch. KI ergänzt. Sie ersetzt keine Wirklichkeit.

Verantwortung heißt: gezielt statt inflationär

Ein Problem, das in vielen Analysen angesprochen wird, ist der sogenannte Rebound-Effekt: Wenn etwas einfacher wird, wird oft einfach mehr davon gemacht. Mehr Bilder. Mehr Varianten. Mehr Content. Mehr Spielerei. Genau hier sehen wir die Verantwortung im Umgang mit KI. Unser Ansatz ist nicht Masse, sondern Klarheit. Nicht Dauerfeuer, sondern gezielter Einsatz. Je besser Briefings, Strukturen und Zielbilder sind, desto weniger Rechenaufwand braucht es überhaupt.

Transparenz ist Teil der Lösung

Wo KI bei Visualisierungen oder Inhalten eine wesentliche Rolle spielt, gehen wir offen damit um. Nicht als Marketing-Story, sondern als ehrliche Einordnung. Denn nachhaltiger Umgang entsteht nicht durch Verschweigen, sondern durch bewusstes Entscheiden.

Unser Fazit

Ja – KI hat einen Energiebedarf. Das ignorieren wir nicht. Aber richtig eingesetzt kann sie Prozesse verkürzen, Abstimmungen reduzieren, unnötige Produktionsschritte vermeiden und Klarheit schneller herstellen. Und genau dadurch in vielen Projekten insgesamt ressourcenschonender sein als klassische Wege. Gleichzeitig bleibt für uns klar: Authentizität entsteht durch echte Menschen und echte Arbeit – nicht durch Algorithmen.

KI ist ein Werkzeug. Verantwortung bleibt menschlich.


Nachprüfbare Quellen

empty