Die Herausforderung der HKS-Farben im Druck: So gelingt die Umsetzung

Farben sind das Herzstück unseres visuellen Erlebnisses. Sie beeinflussen unsere Emotionen, unser Branding und letztlich auch den Erfolg unserer Marketingstrategien. Wenn es um die Wahl der Farben für Ihre Druckprojekte geht, stoßen viele Unternehmen auf das Thema HKS-Farben. Doch was sind HKS-Farben genau und können sie im Vierfarbdruck wiedergegeben werden?

HKS ist die Abkürzung für die drei Verlage Hostmann-Steinberg Druckfarben, Kast + Ehinger Druckfarben und H. Schmincke & Co., die das HKS-Farbsystem entwickelt haben. Das HKS-System umfasst 3520 HKS-Farbtöne, die auf 88 Basisfarben (Volltonfarben) beruhen. Die Farbfächer sind speziell für Kunstdruck- und Naturpapiere entwickelt worden, um eine vorhersagbare Wiederholbarkeit und Kommunikation bestimmter Farbnuancen zu gewährleisten. Die HKS-Farben sind also standardisierte Farben, die in der Druckindustrie weit verbreitet sind. Sie sind besonders wertvoll, wenn es darum geht, Markenidentität und -wahrnehmung zu stärken.

Eine HKS-Farbe wird in der Regel durch die Verwendung einer Sonderfarbe wiedergegeben. Das bedeutet, dass sie entweder als fertig vorgemischte Farbe bestellt oder direkt vom Drucker angemischt wird. Diese Methode ermöglicht es, die spezifische Nuance, die Sie für Ihr Projekt benötigen, exakt zu reproduzieren. Das ist besonders wichtig, wenn Sie sicherstellen möchten, dass die Farben Ihrer Druckerzeugnisse konsistent und markentreu sind.

Aber was ist, wenn Sie keine Sonderfarbe verwenden möchten oder können? In diesem Fall können HKS-Farben auch durch Mischungsverhältnisse der vier Standarddruckfarben Cyan, Magenta, Yellow und Schwarz (CMYK) nachgeahmt werden. Allerdings ist dies nur annähernd möglich. Der Vierfarbdruck kann oft nicht die gleiche Farbtiefe oder Brillanz erreichen wie eine eigens gemischte HKS-Farbe. Daher kann es zu Abweichungen kommen, die für das Auge deutlich sichtbar sind. Insbesondere bei kräftigen und leuchtenden HKS-Farben kann es schwierig sein, eine zufriedenstellende Annäherung zu erzielen.

Für Unternehmen, die Wert auf eine präzise Farbwiedergabe legen, ist es sinnvoll, die Verwendung von HKS-Farben als Sonderfarbe in Betracht zu ziehen. Auf diese Weise können Sie sicherstellen, dass Ihre Druckprodukte in der gewünschten Farbqualität erscheinen und Ihre Markenidentität durchgängig wiedergegeben wird.

Online-Tools zur Farbumwandlung

1. hks2.com – einfach & speziell für HKS
Ein leicht zu bedienendes Tool, das HKS‑Farben ( sowohl HKS K als auch HKS N) in CMYK, RGB und HEX umwandelt. Ideal für schnelles Nachschlagen. 

2. qConv.com – vielseitig & erweiterbar
Ein umfangreicher Farbkonverter, der viele Möglichkeiten bietet:
HKS → CMYK, RGB, HEX
CMYK → HKS
Zudem werden weitere Systeme wie Pantone, RAL, NCS, etc. unterstützt. 

3. Converting Colors (convertingcolors.com)
Ein flexibles Tool zur Umwandlung zwischen diversen Formaten (HEX, RGB, CMYK, HSL, LAB u.a.), darunter auch HKS. 

4. Adobe Photoshop (empfohlen für Profis)
Wenn du Zugriff auf Adobe Photoshop CC hast, kannst du HKS‑Farben direkt im Programm konvertieren. Photoshop nutzt die integrierten Farbbücher (z. B. HKS K Process) und zeigt dir passende CMYK‑Werte oder ähnliche Pantone-Alternativen an – ganz ohne externe Hilfsmittel.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass HKS-Farben im Vierfarbdruck zwar in Ansätzen reproduzierbar sind, jedoch nicht die gleiche Qualität bieten können wie die Verwendung von Sonderfarben. Wenn Sie also auf Nummer sicher gehen wollen, sollten Sie einen Fachmann konsultieren, um die bestmögliche Farbwiedergabe für Ihre Projekte zu gewährleisten. Hierbei kann eine enge Zusammenarbeit mit Ihrem Druckdienstleister entscheidend sein, um Ihre Vorstellungen erfolgreich umzusetzen.

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