Google Vids: Wofür es gut ist

Video als Arbeitsmittel

Und warum das für kleine Unternehmen relevant ist

Video ist längst kein Marketing-Extra mehr. Es ist Teil ganz normaler Kommunikation geworden: erklären, einführen, abstimmen, sichtbar machen. Trotzdem bleibt Video für viele kleine und mittlere Unternehmen ein ungelöstes Thema. Zu teuer. Zu aufwendig. Zu kompliziert.

Genau hier taucht ein neues Werkzeug auf, das Aufmerksamkeit verdient – ohne es größer zu machen, als es ist: Google Vids.

Unter https://docs.google.com/videos stellt Google ein KI-gestütztes Video-Tool bereit, eingebettet in Google Workspace. Die Grundidee ist einfach – und gerade deshalb interessant: Videoerstellung soll so selbstverständlich werden wie das Schreiben eines Dokuments oder das Erstellen einer Präsentation.

Was Google Vids ist – und was nicht

Google Vids ist keine klassische Videoschnittsoftware. Und es ist ganz sicher kein Ersatz für professionelle Filmproduktion.

Das ist wichtig, klar auszusprechen – sonst entsteht Frust.

Was professionelle Filmproduktion leistet (und Google Vids nicht)

Professionelle Filme entstehen nicht durch Software, sondern durch Handwerk und Erfahrung:

  • Dramaturgie, die trägt
  • Bildsprache, Licht, Rhythmus
  • Tonqualität, die nicht ablenkt
  • Markeninszenierung mit Wiedererkennungswert

Das alles lässt sich nicht „automatisieren“. Wer Imagefilme, Recruiting-Clips oder emotionale Markenfilme braucht, ist mit einem Tool allein schlecht beraten.

Was Google Vids sehr wohl leistet

Google Vids ersetzt keine Filmproduktion. Aber es ersetzt in vielen Fällen gar kein Video – und das ist der entscheidende Punkt.

In der Praxis heißt das:

  • lieber ein verständliches Erklärvideo als lange Textwüsten
  • lieber ein internes Schulungsvideo als endlose Rückfragen
  • lieber Klarheit als Perfektion

Google Vids ist kein Hochglanz-Werkzeug, sondern ein Arbeitsinstrument. Für Alltag, Prozesse, Orientierung.

Warum das gerade für KMU relevant ist

Viele kleine Unternehmen stehen aktuell unter Druck: Veränderung, Digitalisierung, Fachkräftemangel, neue Erwartungen von Kunden und Mitarbeitenden. Kommunikation wird komplexer – nicht einfacher.

Google Vids kann hier helfen, Komplexität zu reduzieren, nicht sie zu kaschieren.

Typische sinnvolle Einsatzbereiche

  • Erklärung von Leistungen oder Angeboten
  • Onboarding neuer Mitarbeitender
  • interne Prozesse und Abläufe
  • kurze Einordnungen für Kunden oder Partner
  • begleitende Inhalte für Website, Newsletter oder Social Media

Nicht alles muss öffentlich sein. Viele der wirksamsten Videos wirken intern – leise, aber nachhaltig.

Schritt für Schritt: So nutzen Sie Google Vids sinnvoll

1. Ziel klären – vor jedem Klick

Beantworten Sie eine einfache Frage:

Was soll nach diesem Video klarer sein als vorher?

Wenn Sie das nicht beantworten können, brauchen Sie kein Video – egal welches Tool.

2. Google Vids öffnen und Projekt anlegen

Vorlagen sind kein Zeichen von Einfallslosigkeit, sondern von Struktur.

3. KI als Sparringspartner nutzen – nicht als Autor

Die KI hilft bei:

  • Gliederung
  • grobem Skript
  • Szenenaufbau

Nutzen Sie das als Rohmaterial. Lesen Sie alles. Kürzen Sie radikal. Sprechen Sie so, wie Sie auch erklären würden.

4. Reduktion statt Überladung

Ein häufiger Fehler: zu viel wollen.

  • eine Aussage pro Szene
  • kurze Sätze
  • einfache Begriffe

Bilder und Animationen unterstützen – sie ersetzen kein Denken.

5. Testen, bevor Sie veröffentlichen

  • einmal laut ansehen
  • jemandem zeigen, der nicht im Thema steckt
  • eine ehrliche Rückfrage zulassen

Erst dann teilen – intern oder extern.

Deutschsprachige Einstiege und Tutorials

Google Vids ist noch neu. Entsprechend sind viele Inhalte einführend und auf Englischt.

Suchen Sie auf YouTube gezielt nach:

  • „Google Vids Einführung Deutsch“
  • „Google Workspace Video erstellen Deutsch“
  • „Google Vids Tutorial KMU“

Achten Sie auf ruhige, erklärende Formate – nicht auf Hype-Videos. Entscheidend ist nicht, was geht, sondern wann es sinnvoll ist.

Die Verbindung zur eigentlichen Frage: Wirkung statt Werkzeug

Und hier liegt der Punkt, der oft übersehen wird: Tools lösen keine Kommunikationsprobleme. Sie verstärken nur das, was bereits da ist – Klarheit oder Chaos. Genau an dieser Stelle setzt meine Arbeit an. Ich helfe Menschen und kleinen Unternehmen in Veränderung,

  • den Überblick zu gewinnen
  • Gedanken zu ordnen
  • Inhalte zu schärfen
  • und Kommunikation wirksam umzusetzen

als Sparringspartner, Coach und Medienhandwerker. Ob Google Vids, Website, Text, Video oder Gespräch: Das Werkzeug ist zweitrangig. Entscheidend ist, was Sie sagen wollen – und warum. Manchmal reicht ein einfaches Video. Manchmal braucht es professionelle Inszenierung. Und oft braucht es zuerst jemanden, der hilft, die Dinge auf den Punkt zu bringen.

Fazit

Google Vids ist kein Zauberstab. Aber es ist ein nützliches Werkzeug für alle, die Kommunikation pragmatisch, verständlich und alltagstauglich angehen wollen. Wer Veränderung gestalten will, braucht nicht mehr Tools – sondern bessere Orientierung. Wenn Sie genau dabei Unterstützung suchen, sprechen Sie mich an.

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