Sind Broschüren noch zeitgemäß?
Wann Print im B2B sinnvoll ist –
und wann es Geldverschwendung ist
Ein Kundengespräch ist zu Ende. Sie haben Ihr Angebot erklärt, Fragen beantwortet und über eine mögliche Zusammenarbeit gesprochen. Ihr Ansprechpartner möchte das intern besprechen.
Was geben Sie ihm dafür mit?
Einen Link zur Startseite? Eine Präsentation mit dreißig Folien? Oder eine kurze Unterlage, die erklärt, worum es geht, welche Möglichkeiten es gibt und wie Sie vorgehen?
An dieser Stelle kann eine Broschüre sinnvoll sein. Nicht, weil Papier besser wäre als eine Website. Sondern weil es in dieser Situation eine konkrete Aufgabe übernehmen kann.
Das gilt besonders im Geschäft zwischen Unternehmen, kurz B2B. Dort müssen Leistungen häufig erklärt, Investitionen abgewogen und mehrere Menschen in eine Entscheidung einbezogen werden.
Die Frage ist deshalb nicht, ob Broschüren noch modern sind.
Die Frage ist: Was soll Ihre Broschüre beim Kunden erleichtern?
Wenn sich darauf keine klare Antwort finden lässt, würde ich vorerst keine drucken.
In diesem Artikel
- Warum eine Broschüre einen eigenen Zweck braucht
- Wann sie bei der Entscheidung hilft
- Thema, Zielgruppe und Einsatz klären
- Was eine brauchbare Broschüre enthalten sollte
- Print und Website verbinden
- Kosten und Wirtschaftlichkeit beurteilen
- Wann ich von einer Broschüre abraten würde
- Mit einem kleinen Test beginnen
- Fazit und Kontakt
Eine gedruckte Website braucht es meistens nicht
„Über uns“, „Unsere Philosophie“, „Unsere Leistungen“, „Unsere Qualität“. Dazu das Firmengebäude, ein paar Bilder aus dem Betrieb und Aussagen über Kompetenz, Zuverlässigkeit und Kundennähe. An diesen Informationen ist nicht grundsätzlich etwas falsch. Nur: Warum sollte jemand sie auf Papier lesen, wenn sie genauso auf der Website stehen?
Dort lassen sie sich leichter aktualisieren. Der Leser kann gezielt suchen und bei Bedarf weiterklicken. Eine Broschüre braucht deshalb einen eigenen Zweck. Sie könnte zum Beispiel:
- eine schwierige Entscheidung verständlicher machen,
- einen typischen Ablauf erklären,
- wichtige Fragen vor einem Auftrag beantworten,
- ein Gespräch zusammenfassen,
- oder einem Ansprechpartner helfen, Ihr Angebot intern vorzustellen.
Eine kurze Unternehmensvorstellung kann dazugehören. Sie sollte aber nicht den Platz beanspruchen, den der Leser für seine Fragen braucht.
Eine gute Broschüre erklärt nicht möglichst viel über Ihr Unternehmen. Sie erklärt das, was Ihr Gegenüber für seine Entscheidung wissen muss.
Papier bekommt eine andere Aufmerksamkeit. Nicht automatisch mehr.
Eine E-Mail lässt sich übersehen. Eine Broschüre auch. Ich würde Print deshalb nicht mit dem Versprechen empfehlen, dass Gedrucktes grundsätzlich gelesen wird oder länger im Gedächtnis bleibt. Ein Umschlag kann ungeöffnet im Papierkorb landen. Eine Broschüre kann nach dem Gespräch auf einem Stapel verschwinden.
Trotzdem gibt es einen praktischen Unterschied: Gedruckte Unterlagen lassen sich auf den Tisch legen, gemeinsam durchsehen und weiterreichen. Man kann eine Seite markieren und später darauf zurückkommen. Das kann nützlich sein. Etwa wenn ein Betriebsleiter seinem Geschäftsführer zeigen möchte, welche Möglichkeiten es für die Modernisierung einer Anlage gibt.
Ein gut aufgebautes PDF kann einen ähnlichen Zweck erfüllen, besonders wenn die Beteiligten an verschiedenen Standorten arbeiten. Ob Papier einen zusätzlichen Nutzen bringt, hängt also auch davon ab, wie Ihre Kunden tatsächlich arbeiten. Ich würde nicht fragen: „Wie fallen wir möglichst stark auf?“ Sondern zuerst: „In welcher Situation soll diese Unterlage gebraucht werden?“
Wann eine Broschüre bei der Entscheidung hilft
Stellen Sie sich einen Handwerksbetrieb vor, der gewerbliche Heizungsanlagen modernisiert. Ein Interessent will wissen, ob sich die bestehende Anlage noch sinnvoll verbessern lässt oder ob ein Austausch nötig ist. Ihn beschäftigen Ausfallzeiten, Investitionskosten und die Frage, was während der Arbeiten im Betrieb passiert. Eine Broschüre mit der Überschrift „Ihr zuverlässiger Partner für moderne Heiztechnik“ hilft ihm dabei noch wenig.
Eine verständliche Unterlage zu „Sanieren oder ersetzen?“ könnte dagegen erklären:
- Welche Informationen für eine Einschätzung gebraucht werden.
- Welche Möglichkeiten grundsätzlich infrage kommen.
- Wovon Aufwand und Kosten abhängen.
- Wie die Arbeiten vorbereitet werden.
- Was sich erst nach einer Besichtigung beurteilen lässt.
Das ersetzt weder die Prüfung vor Ort noch ein Angebot. Es hilft dem Kunden aber, die richtigen Fragen zu stellen.
Ähnlich kann es bei technischen Dienstleistungen, IT-Projekten, Beratung oder größeren Bauvorhaben sein. Wo eine Entscheidung Erklärung braucht, kann eine gut aufgebaute Broschüre unterstützen. Der Preis eines einzelnen Produkts ist dabei nicht allein entscheidend. Auch ein günstiges Bauteil kann technisch anspruchsvoll sein. Umgekehrt braucht eine teure, aber klar definierte Leistung nicht automatisch zwanzig Seiten.
Entscheidend ist der Informationsbedarf.
Erst das Thema klären, dann das Papier aussuchen
Format, Papier und Gestaltung gehören zur Arbeit. Sie sind nur nicht der Anfang. Bevor ich über eine Broschüre nachdenken würde, möchte ich diese Fragen beantworten:
- Wer soll sie bekommen?
Nicht allgemein „mittelständische Unternehmen“, sondern möglichst konkret: Inhaber eines Handwerksbetriebs? Technische Leitung? Personalverantwortliche? - Was beschäftigt diese Person?
Welche Entscheidung steht an? Welche Fragen bleiben im Gespräch immer wieder offen? - Was soll die Broschüre erklären?
Ein klar abgegrenztes Thema ist meist hilfreicher als der Versuch, das gesamte Unternehmen unterzubringen. - Wann wird sie eingesetzt?
Vor einem Termin, auf einer Messe, nach einer Beratung oder als gezielt versandte Unterlage? - Was wäre danach ein sinnvoller Schritt?
Ein Gespräch, eine Besichtigung, eine technische Prüfung oder zunächst das Lesen einer weiterführenden Information?
Wenn das geklärt ist, lässt sich auch über den Umfang sprechen. Vielleicht braucht es eine Broschüre. Vielleicht reicht ein gut gemachtes Faltblatt oder eine kurze Projektbeschreibung. Bevor wir gestalten, klären wir, was überhaupt gesagt werden soll.
Ein konkretes Thema ist oft hilfreicher als die allgemeine Selbstdarstellung
„Unsere Kanzlei“ ist aus Sicht eines Steuerberaters ein naheliegender Titel. Für einen Unternehmer, der seine Nachfolge regeln möchte, ist eine andere Frage vermutlich wichtiger:
„Unternehmensnachfolge vorbereiten: Was vor der Übergabe geklärt werden sollte.“
Dasselbe Prinzip lässt sich auf andere Leistungen übertragen:
- IT-Dienstleistung: „Wenn der Server ausfällt: Was im Betrieb vorbereitet sein sollte.“
- Maschinenbau: „Ungeplante Stillstände: Welche Ursachen sich prüfen lassen.“
- Handwerk: „Eine gewerbliche Heizungsanlage modernisieren: Ablauf, Möglichkeiten und offene Fragen.“
- Unternehmensberatung: „Der Betrieb wächst. Welche Aufgaben müssen jetzt anders verteilt werden?“
Das sind mögliche Themen, keine fertigen Konzepte. Ob sie passen, muss sich aus den tatsächlichen Kundenfragen ergeben.
Der Unterschied zur allgemeinen Unternehmensbroschüre ist einfach: Sie beginnen nicht damit, warum Sie interessant sind. Sie beginnen mit etwas, das den Leser interessiert.
Dabei muss nicht jede Seite auf Ihr Angebot hinauslaufen. Wer Möglichkeiten und Grenzen sachlich erklärt, gibt dem Leser eine Grundlage für seine Entscheidung. Auch dann, wenn am Ende eine andere Lösung besser passt.
Eine Broschüre ersetzt keinen Vertrieb
Eine gedruckte Unterlage kann ein Gespräch vorbereiten oder vertiefen. Sie übernimmt aber nicht die gesamte Arbeit der Kundengewinnung. Dazu gehört weiterhin, passende Unternehmen auszuwählen, den richtigen Ansprechpartner zu finden und ein relevantes Anliegen zu formulieren.
Ein möglicher Einsatz wäre eine kleine, gezielte Versandaktion: Ein Unternehmen wählt passende Betriebe aus und schickt eine kurze Themenbroschüre mit einem persönlichen Anschreiben. Darin steht nicht nur, was beiliegend zu finden ist, sondern auch, warum es für den Empfänger nützlich sein könnte. Das kann einen Kontakt vorbereiten. Es macht aus einem unbekannten Empfänger aber noch keinen interessierten Kunden.
Auch das weitere Vorgehen muss passen. Wer Unterlagen verschickt, sollte vorher klären, wer auf Rückfragen antwortet und wie ein mögliches Gespräch weitergeführt wird. Und: Eine versandte Broschüre ist keine automatische Erlaubnis für einen anschließenden Werbeanruf oder eine Werbe-E-Mail. Die rechtlichen Voraussetzungen für die jeweilige Ansprache müssen gesondert geprüft werden.
Häufig ist der Einsatz nach einem bereits vereinbarten Gespräch der naheliegendere Anfang. Dann wissen Sie besser, was Ihr Ansprechpartner braucht, und müssen nicht darauf hoffen, dass Ihr Thema gerade zufällig passt.
Was eine brauchbare Broschüre enthalten sollte
Ich würde den Aufbau an den Fragen des Lesers ausrichten. Zum Beispiel so:
1. Worum geht es?
Eine konkrete Ausgangslage beschreiben. Ohne künstliche Dramatik und ohne dem Leser ein Problem einzureden.
2. Was muss man dazu verstehen?
Die wichtigsten Zusammenhänge erklären. Nicht alles, was fachlich möglich wäre, sondern das, was für die Entscheidung zählt.
3. Welche Möglichkeiten gibt es?
Alternativen zeigen. Dazu kann auch gehören, etwas zunächst weiterzunutzen oder eine kleinere Lösung zu wählen.
4. Wovon hängt die passende Lösung ab?
Voraussetzungen, Aufwand, Kostenfaktoren und Grenzen benennen. Wo keine pauschale Aussage möglich ist, gehört genau das in den Text.
5. Wie gehen Sie konkret vor?
Erklären, was Sie übernehmen, welche Informationen Sie benötigen und wo der Kunde mitwirken muss.
6. Wie sieht das in der Praxis aus?
Mit freigegebenen Projekten, nachvollziehbaren Beispielen oder einem erläuterten Ablauf arbeiten. Keine erfundenen Kundenstimmen oder unbelegten Ergebnisse.
7. Was ist der nächste Schritt?
Eine klare Kontaktmöglichkeit nennen und erklären, was danach passiert.
Dieser Aufbau ist kein starres Schema. Ein kurzes Messeheft braucht etwas anderes als ein ausführlicher Entscheidungsleitfaden. Die Richtung bleibt aber gleich: erst die Sache verständlich machen, dann das eigene Angebot einordnen.
Print und Website sollten sich ergänzen
Eine Broschüre muss nicht alle Informationen enthalten. Gerade bei Inhalten, die sich verändern oder Bewegung brauchen, ist die Website oft der bessere Ort. Ein Maschinenbauer kann einen Ablauf auf Papier erklären und über einen QR-Code ein Video der Anlage zeigen. Ein Handwerksbetrieb kann ein Projekt kurz vorstellen und zur ausführlichen Bilddokumentation führen.
Wichtig ist, dass der Link genau dort ankommt, wo der Leser die angekündigte Information erwartet. Wer „Projekt im Video ansehen“ verspricht, sollte nicht auf die allgemeine Startseite verweisen. Auch ohne QR-Code sollte die Unterlage verständlich bleiben. Wesentliche Informationen gehören nicht hinter einen zusätzlichen Klick. Eine kurze, lesbare Webadresse ist außerdem eine sinnvolle Alternative.
Für die Auswertung können eigene Zielseiten oder gekennzeichnete Links helfen. Sie zeigen allerdings nur einen Teil der Nutzung. Nicht jeder Leser scannt einen Code. Manche geben die Adresse später direkt ein oder melden sich telefonisch.
Messbar ist ein Teil des Weges. Ob jemand die Broschüre verstanden hat und sie bei seiner Entscheidung geholfen hat, lässt sich daraus allein nicht ablesen.
Bei personenbezogener Auswertung sind außerdem Datenschutz und gegebenenfalls erforderliche Einwilligungen zu berücksichtigen.
Was kostet das – und wann lohnt es sich?
Ohne Umfang, vorhandene Inhalte und geplanten Einsatz lässt sich kein vernünftiger Preis nennen.
Die Druckrechnung ist jedenfalls nicht die Gesamtrechnung. Dazu können gehören:
- Themenklärung und Konzept,
- Recherche und Text,
- Gestaltung und Abstimmung,
- Fotos oder Grafiken,
- Druck und Verarbeitung,
- Adressrecherche, Porto und Versand,
- eine ergänzende Webseite,
- sowie die eigene Zeit für Vorbereitung und Gespräche.
Auch vorhandenes Material muss geprüft werden. Ein Text ist nicht schon deshalb für eine Broschüre geeignet, weil er auf der Website steht. Fotos brauchen die passende Qualität und die nötigen Nutzungsrechte.
Für die wirtschaftliche Beurteilung reicht der Auftragswert allein ebenfalls nicht. Ein zusätzlicher Auftrag kann viel Umsatz bringen und trotzdem wenig zur Deckung der Werbekosten beitragen, wenn seine Umsetzung teuer ist.
Entscheidend ist, was nach den direkt durch den Auftrag entstehenden Kosten übrig bleibt. Dieser Betrag muss helfen, die Kosten der Maßnahme und die übrigen Betriebskosten zu tragen.
Dazu kommt die Frage: Wäre der Auftrag auch ohne die Broschüre entstanden? Das lässt sich nicht immer eindeutig trennen. Es sollte aber verhindern, dass jeder spätere Auftrag automatisch als Print-Erfolg verbucht wird.
Ich würde deshalb vorab festlegen, welchen Beitrag die Broschüre leisten soll und woran Sie erkennen wollen, ob sich der Aufwand lohnt.
Lieber passend einsetzen als auf Vorrat drucken
Eine größere Auflage senkt häufig den Preis pro Exemplar. Das klingt zunächst vernünftig.
Wenn der größte Teil anschließend im Lager liegt oder vor dem Einsatz veraltet, war es trotzdem keine günstige Entscheidung.
Ich würde vom tatsächlichen Bedarf ausgehen: Welche Termine stehen an? Welche Kunden sollen die Unterlage erhalten? Wer kümmert sich um den Einsatz?
Für einen ersten Versuch kann eine kleine Auflage reichen. Vielleicht mit fünfzig gezielt eingesetzten Exemplaren statt einer großen Bestellung auf Verdacht.
Das ist keine allgemeine Empfehlung für eine bestimmte Stückzahl. Es geht darum, erst den Einsatz zu planen und daraus die Auflage abzuleiten.
Auch die Gestaltung muss dazu passen. Gut lesbare Schrift, verständliche Grafiken, passende Bilder und eine saubere Verarbeitung sind wichtiger als aufwendige Veredelung. Teures Papier macht einen unklaren Text nicht verständlicher.
Wann ich eher von einer Broschüre abraten würde
Es gibt gute Gründe, das Geld zunächst anders einzusetzen.
Wenn das Angebot noch unklar ist.
Dann würde ich zuerst klären, welche Leistungen für welche Kunden wichtig sind. Sonst wird die Unklarheit gedruckt.
Wenn niemand weiß, wer die Unterlage bekommen soll.
„Für alle, die sich interessieren“ ist noch kein Einsatzplan.
Wenn Inhalte ständig wechseln.
Aktuelle Preise, kurzfristige Verfügbarkeiten und häufig wechselnde Leistungen sind online meist besser aufgehoben.
Wenn die Kunden mit einem PDF oder einer Webseite besser arbeiten können.
Papier braucht einen zusätzlichen Nutzen. Es genügt nicht, dass es sich wertiger anfühlt.
Wenn Anfragen schon jetzt liegen bleiben.
Dann wäre zunächst zu klären, wie Rückmeldungen, Angebote und Zuständigkeiten organisiert werden. Ein weiteres Werbemittel löst dieses Problem nicht.
Wenn vorhandene Unterlagen ausreichen.
Manchmal braucht es keine neue Broschüre, sondern eine überarbeitete Projektbeschreibung oder eine verständliche Zusammenfassung des Angebots.
Auf Print zu verzichten kann genauso eine gute Entscheidung sein wie der gezielte Einsatz.
So würde ich klein anfangen
Für einen ersten Test würde ich nicht das ganze Unternehmen in eine Broschüre packen. Ich würde ein Thema auswählen, das in Kundengesprächen tatsächlich vorkommt.
Dann:
- Den Einsatz festlegen. Beispielsweise als Unterlage nach einem Beratungsgespräch.
- Die wichtigsten Kundenfragen sammeln. Möglichst aus echten Gesprächen, nicht aus Vermutungen.
- Einen überschaubaren Entwurf erstellen. Nur so umfangreich, wie das Thema es braucht.
- Vor dem Druck Rückmeldung einholen. Verstehen passende Leser, worum es geht? Fehlt etwas?
- Eine kleine Menge einsetzen. Mit klarer Zuständigkeit und nachvollziehbarem nächsten Schritt.
- Nach einer vorher festgelegten Zeit auswerten. Nicht nur zählen, sondern nachfragen.
Interessant wäre dabei:
Wurde die Unterlage tatsächlich verwendet? Welche Seiten waren hilfreich? Wurde sie intern weitergegeben? Welche Fragen blieben offen? Entstanden passende Gespräche, Angebote oder Aufträge?
Ein kleiner Test liefert noch keinen sicheren Erfolgsnachweis. Er kann aber zeigen, ob Thema, Aufbau und Einsatz grundsätzlich passen, bevor mehr Geld ausgegeben wird.
Allgemeine Öffnungs- oder Reaktionsraten helfen bei dieser Entscheidung nur begrenzt. Eine Reaktion ist noch kein Auftrag. Und ein Versand an bestehende Kunden ist etwas anderes als die Ansprache unbekannter Unternehmen.
Mein Fazit: Nicht jede Firma braucht eine Broschüre. Manche Kundengespräche schon.
Ich würde eine Broschüre weder abschreiben noch als wiederentdecktes Erfolgsrezept verkaufen.
Sie kann sinnvoll sein, wenn sie etwas erklärt, eine Entscheidung vorbereitet oder nach einem Gespräch eine brauchbare Zusammenfassung hinterlässt. Sie wird teuer und überflüssig, wenn sie ohne klaren Zweck produziert wird.
Für mich beginnt die Entscheidung deshalb nicht beim Papier.
Sie beginnt bei drei Fragen: Wer braucht die Information? Was muss dieser Mensch verstehen? Und in welcher Form hilft sie ihm am besten?
Manchmal ist die Antwort eine Broschüre. Manchmal eine gute Webseite, ein Video oder ein einzelnes Blatt.
Nicht das aufwendigste Medium ist die beste Lösung. Sondern das, das in der konkreten Situation hilft.
Wenn Sie überlegen, ob eine Broschüre für Ihr Unternehmen sinnvoll wäre, beschreiben Sie mir kurz, wo Sie sie einsetzen möchten. Dann lässt sich gemeinsam klären, ob Print passt – oder ob eine kleinere Lösung reicht.